Universitätslehrgang Recycling an der Montanuniversität Leoben - Außeninstitut
Recycling - Herausforderung - In ganz Europa nehmen die Abfallmengen und der Einsatz von Sekundärrohstoffen kontinuierlich zu. Die Recyclingwirtschaft ist daher eine Branche, welche einem stetigen Wandel unterzogen ist. Das ökologische und ökonomische Potenzial der in den Abfällen vorkommenden Stoffe wie Metalle (Stahl, Kupfer, Aluminium usw.), Glas, Papier, Kunststoffe ist enorm und ein nachhaltiger Mehrwert entsteht nur durch Rückführung in den Produktionsprozess, wodurch gleichzeitig die Abhängigkeit von primären Rohstoffen und Energiequellenentscheident verringert wird. Die dafür notwendigen technologischen Verfahren und Innovationen in den Unternehmen können aber nur initiiert, entwickelt, organisiert und vorangetrieben werden, wenn die Qualifikation der Mitarbeiter ein entsprechendes Niveau aufweist.
Quelle: Montanuniversität Leoben - Außeninstitut
Ausbildungsziel
Im Universitätslehrgang Recycling werden Personen, die sich mit Recyclingaufgaben beschäftigen, thematisch umfassend ausgebildet.
Ziel ist es, sowohl theoretisch fundiertes Wissen als auch praxisrelevante Kenntnisse zu vermitteln.
Mit dem erworbenen Wissen sind die Absolventen qualifiziert, Recyclingprozesse vernetzt zu initiieren, zu planen, zu begleiten, zu führen und zu steuern
Zielgruppe
Dieser Lehrgang richtet sich an qualifiziertes Fachpersonal und Führungskräfte im Bereich Recycling, die sich auf hohem Niveau berufsbegleitend weiterbilden möchten.
Aufbau
Der Lehrgang gliedert sich in drei Semester. Die beiden ersten Semester dienen dem Vermitteln von Lehrinhalten. Im dritten Semester ist eine Abschlussarbeit zu erstellen. Ergänzend zu den Lehrveranstaltungen sind Lehrinhalte im Selbststudium oder in Teamarbeiten zu vertiefen.
Berufsbegl. Lernen
Der Universitätslehrgang Recycling wird in 10 Blöcken zu je 3 Tagen abgehalten. Eine Anwesenheit von mindestens 80 % der Ausbildungszeit ist erforderlich. Das 3. Semester dient der Erstellung einer Abschlussarbeit.
Zulassungsvorr.
- der Abschluss eines Bachelor-, Master- oder Diplomstudiums einer ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studienrichtung an einer anerkannten inländischen oder ausländischen Universität oder Fachhochschule
- oder der Nachweis einer gleichzuhaltenden Qualifikation im Bereich Recycling. Über das Vorliegen dieser Voraussetzungen entscheidet der Lehrgangsleiter im Rahmen eines Aufnahmegespräches.
Die Teilnehmerzahl sollte grundsätzlich 15 Personen nicht übersteigen.
Inhalte
- Verfahrenstechnische und metallurgische Grundlagen
- Recycling von Nichteisenmetallen
- Recycling in der Eisen- und Stahlmetallurgie
- Aufbereitung von sekundären Roh- und Brennstoffen
- Recycling von Kunststoffen
- Energierecycling
- Inertstoffrecycling
- Deponierung und Nachsorge
- Abwasserbehandlung
- Energie- und Anlagenbilanzierung
- Anlagensicherheit
- Fördermanagement und geistiges Eigentum
- Industriebetriebslehre
- Nachhaltigkeitsmanagement
- Entsorgungslogistik und Recyclingnetzwerke
- Nationale und internationale Rohstoff- und Beschaffungsmärkte
- Internationale und nationale gesetzliche Rahmenbedingungen
- Exkursionen zu Recyclingbetrieben
Abschluss
Alle Lehrveranstaltungen werden einzeln mündlich oder schriftlich geprüft. Die Abschlussarbeit dient zur Anwendung der methodischen Kenntnisse und zur interdisziplinären Vernetzung der Lehrinhalte. Beendet wird die Ausbildung mit einem Prüfungsgespräch vor einer Fachkommission.
Bei erfolgreichem Abschluss wird den Absolventinnen und Absolventen ein Universitätszertifikat als „Akademischer RecyclingtechnikerIn“ der Montanuniversität Leoben verliehen.
Vortragende
Wissenschaftliche Leitung
Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Helmut Antrekowitsch
Nichteisenmetallurgie - Montanuniversität Leoben
Weitere Vortragende
Namhafte Vortragende aus Industrie und Wirtschaft sowie der Montanuniversität Leoben.
Quelle: Montanuniversität Leoben - Außeninstitut


